Cochlear Implant: Licht im dunkelsten Hören

Gehörlose können wieder hören – das ist kein Wunder, sondern modernste Technologie namens Cochlear Implant (CI). Sie ist geeignet für fast taube Hörgeschädigte mit defektem Innenohr, deren Hörnerv jedoch intakt ist. In 4 von 5 Fällen sind dies Kinder.

Wem kann ein CI helfen?

Ein Cochlear Implant kommt in Frage für:

  • Kinder oder Kleinkinder mit angeborenem hochgradigem oder vollständigem beidseitigen Hörverlust.
  • Jugendliche und Erwachsene mit hochgradiger Schwerhörigkeit oder Ertaubung nach Spracherwerb.

Unabdingbare Voraussetzungen sind:

  • ein intakter Hörnerv zur Weiterleitung der elektrischen Signale ans Gehirn
  • das Fehlen eines ausreichenden Sprachverständnisses trotz optimal angepasster Hörsysteme.
Kuh hält Cochlear-Implantat

Wie die Technologie im Ohr funktioniert

Ein CI ist eine elektronische Hörhilfe. Ankommende Schallwellen werden von einem Mikrofon empfangen, mit einem Sprachprozessor in elektrische Impulse umgewandelt und an das eigentliche Implantat gesendet. Die Elektroden des Implantats regen darauf direkt den Hörnerv in der Hörschnecke (Cochlea) an. Durch die Weiterleitung ins Gehirn können die Signale dort als Geräusche und Sprache interpretiert werden – es entsteht ein Höreindruck.