Die Ohren – immer aufmerksam

Während wir die Augen schließen können, ist unser Gehör rund um die Uhr wachsam. Das macht es besonders anfällig. Allein in Deutschland leiden rund 15 Millionen Menschen an Hörstörungen, Tendenz steigend. Und längst sind nicht mehr nur alte Menschen betroffen.

Doch muss sich heutzutage niemand mit einer Hörschwäche abfinden. Modernste Systeme und die sorgfältige Begleitung durch unsere Akustikmeister können Ihr Hörvermögen deutlich steigern. Dabei gilt: Je früher Sie Ihr Gehör überprüfen und einem Defizit entgegenwirken, desto besser.

Auch hinter dem Ohr Geräte sind heute fast unsichtbar.

Das Ohr – ein sehr empfindliches Organ

Beim intakten Gehör treffen Schallwellen auf das Ohr und versetzen das Trommelfell in Schwingungen. Diese werden über die Gehörknöchelchen in das Innenohr weitergeleitet. Dort bewegen sie die Lymphflüssigkeit in der Hörschnecke (Cochlea), die wiederum die Haarzellen krümmt. Die dabei entstehenden elektrische Impulse werden über den Hörnerv an das Gehirn weitergegeben und verarbeitet.

Ursachen für Hörminderung

Ein vermindertes Hörvermögen kann verschiedene Ursachen haben. Ganz natürlich ist die alternsbedingte Abnutzung, die zur Altersschwerhörigkeit führt. Grund ist die zunehmend schlechtere Versorgung der Blutgefäße im Innenohr und in der Folge ein Absterben der Sinneszellen. Hierdurch ist besonders das Hören höherer Frequenzen beeinträchtigt.

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Ähnliche Folgen zeigt auch eine hohe Lärmbelastung, z. B. an der Arbeitsstätte, in Discos oder auch mit dem Walkman. Hier werden die Haarzellen sehr stark gekrümmt. Dabei ist nicht nur die Momentanbelastung gefährlich, sondern auch wiederholte Belastung ohne Erholungsphase. Z. B. erfordern sechs Stunden Discolautstärke eine doppelt so lange Ruhepause.

Ist der Schallstress zu hoch, brechen die Haarzellen. Da sich diese nicht erneuern, wird das Gehör irreparabel geschädigt. Die Schäden können sich in der Folgezeit noch verstärken. Deshalb sollte das Hörvermögen beim ersten Anzeichen einer Verschlechterung getestet werden.

Doch dazu muss es gar nicht erst kommen, wenn Sie richtig vorbeugen – mit einem maßgefertigten Gehörschutz und regelmäßigen Hörkontrollen.

Eine weitere Ursache für eine Hörminderung können Krankheiten sein, z. B. eine Mittelohrentzündung, aber auch solche, die nicht direkt mit dem Ohr zu tun haben, z. B. Grippe, Masern, Scharlach oder Erkrankungen der Atmungsorgane.

Auch Stress ist ein nicht seltener Auslöser. Er verursacht Durchblutungsstörungen, was zu Tinnitus und sogar Hörsturz mit einseitigem oder sogar totalen Hörverlust. In diesen Fällen ist eine sofortige ärztliche Behandlung dringend erforderlich.